Wir leben in einer Welt voller permanenter Reizüberflutungen. Corona hat ein bisschen Entschleunigung gebracht, für manche etwas Erholung für das Nervensystem.

Seit Jahrhunderten steht bei vielen Menschen das Nervensystem unter Strom. Wer weiß vielleicht könnte man damit sogar das Klima retten.

Oftmals übergehen wir einen wichtigen Aspekt unseres Seins. Werfen uns sofort rein in eine Situation ohne zu fühlen wie es uns damit geht.

Kinder zum Beispiel brauchen in der Regel etwas um sich an neuen Plätzen mit neuen Menschen einzufinden. Sind sie überfordert zeigen sie das in der Regel sehr schnell durch übertriebene Lebendigkeit.

Auch in der Begegnung mit anderen Menschen brauchen wir Zeit zum beschnuppern. Ein Händedruck oder gar eine Umarmung ist oftmals schon zu viel. Manchmal braucht es erstmal ein fühlen, den anderen ganz spüren und das alleine kann schon eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.

Unsere Systeme müssen sich erstmal abgleichen und wir dürfen in jeder Minute unseren Zellen bewusst machen, dass sie in Sicherheit sind. Selbst wenn wir in Situationen stecken, die uns sonst vielleicht große Angst gemacht haben.

Wenn du magst Probier es heute doch einfach mal aus. Beim Betreten eines großen Supermarktes zum Beispiel. Nimm dir kurz etwas Zeit, schließe die Augen und fühle die Energie des Marktes. Was für Menschen sind hier, was für Energie herrscht an diesem Platz. Fühle ich mich hier wohl und geborgen oder habe ich eine Art Fluchtreflex.

Wenn Kinder in eine Schulklasse kommen kann dieser Prozess brauchen mehrere Wochen und wir sollten ihnen unbedingt diese Zeit geben. Abklären warum fühle ich mich unwohl? Was fühle ich an dem Platz? Oftmals nehmen Kinder ihre Umwelt noch viel viel feiner als ihre Eltern wahr und spüren Dinge auf die Erwachsene schon zu abgestumpft sind.

Wenn ein Kind zum Beispiel an einem bestimmten Ort viel schreit, dann ist das vielleicht nicht weil es heute besonders wütend ist, sondern weil die Energie des Platzes – der Gemeinschaft dort – ungehaltene Wut trägt. Oder oftmals spüren sie auch die Angst und Unsicherheit der Eltern, die sich eben nicht die Zeit genommen haben zu fühlen was da ist.

Das ist etwas was leider noch sehr wenig in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Ich halte es für existentiell dass jeder beginnt seine innere Welt richtig kennen zu lernen und sich wieder Raum gibt für das was er oder sie spürt und wahr nimmt.
Nur so können wir beginnen in gesunden Gemeinschaften wahrhaftig – ohne Masken – zu leben.

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