Kaum etwas streben wir in der westlichen Welt mehr an als Freude und doch können die Meisten reine Freude kaum spüren oder aushalten.

Bei genauerer Betrachtung ist das was viele Erwachsene als Freude erleben oftmals mit Extremsituationen in Freizeitparks oder bewusstseinserweiternden Substanzen zu erleben.

Die Fähigkeit zur wahrhaftigen Freude scheint weitestgehend ausgelöscht. Eine Freude die aus sich heraus entsteht und keine Reize von Außen benötigt. Etwas was ein Kind noch besitzt.

Doch wie kommt es soweit? Wann verliert sich dieser Zustand und warum?

Wenn ein Kind in der Freude spielt erlebt es schon in jungen Jahren oftmals eine Verknüpfung, dass Freude nicht in Ordnung ist. Kein Erwachsener tut das mit Absicht, es passiert einfach.

Wenn ein Kleinkind zum Beispiel das Wasserglas ausschüttet um am Tisch damit zu patschen, so schreiten Eltern oft ein anstatt dieser Freude Raum zu geben oder eine Alternative anzubieten. In Kitas ist, aufgrund der Struktur, dafür meist gar kein Platz oder Zeit.

Kommen dann noch überforderte Erzieher oder Eltern ins Spiel geschieht es schnell, dass das Kind Schuld an der Überforderung bekommt „Weil du das jetzt ausgeschüttet hast, muss ich es jetzt aufwischen.“ Gepaart mit körperlicher oder emotionaler Bestrafung hat das weitreichende Folgen.

Das Kind verknüpft: „Wenn ich in der Freude bin werde ich bestraft oder nicht mehr geliebt.“ Da es zu tiefst bedürftig und auf die Liebe der Erwachsenen angewiesen ist bekommt Freude nun einen kleinen Dämpfer.

Desto mehr solcher Situationen das Kind nun erlebt, desto stärker wird dieser. Systeme wie Schule, die auf Druck und Zwang basieren sind dabei noch einmal starke Unterdrücker natürlicher Freude.

Eine gute Nachricht gibt es: Die Freude verschwindet nicht, sie wird nur unterdrückt. Das heisst wir können sie wiederfinden und zurück in unser Leben holen.

Niemand trägt Schuld an dem was passiert ist und wir dürfen unsere Zellen nun einfach sagen: Ich bin jetzt erwachsen und ich lasse es nicht zu, dass das noch einmal passiert.

Wichtig ist sich immer wieder klar zu machen: Was passiert wenn ich in der Freude bin?

Dazu ist es zu Beginn nötig wieder bewusst Dinge einfach aus Freude zu tun und nicht um etwas zu erreichen. Dabei tauchen sehr schnell Muster auf, die versuchen die Freude (die ja bedrohlich erscheint) zu unterdrücken. Es reicht oftmals sie einfach zu beobachten und da sein zu lassen.

Desto mehr das „um zu“ wegfällt, desto mehr kann die reine und bedingungslose Freude zurückkehren in unser Leben.

Kraft ist unser Thema diese Woche bei den Beziehungsrebellen, zu denen ich dich herzlich einladen mag. 

https://m.facebook.com/groups/1677132349235167/

 

Kategorien: BlogInstagram

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Avatar-Platzhalter

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.